Spezialist/Spezialistin für die Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung

Vorbereitungslehrgang auf die eidgenössische Berufsprüfung

Menschen mit einer Beeinträchtigung zu begleiten, stellt Betreuende immer wieder vor verschiedene Herausforderungen. In diesem Lehrgang eignen Sie sich als FaBe ein vertieftes Fachwissen an und leisten so einen wichtigen Beitrag an die Lebensqualität und Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung.
 

  • Sie gestalten im Alltag den agogischen Prozess für eine hohe Lebensqualität und Teilhabe der Menschen mit Beeinträchtigung.
  • Sie bewältigen anspruchsvolle Situationen gemeinsam mit der begleiteten Person und weiteren Beteiligten.
  • Sie arbeiten mit hoher Professionalität in interdisziplinären Unterstützungssystemen.
  • Sie fördern eine wertschätzende Zusammenarbeit mit Angehörigen und unterstützen den Menschen mit Beeinträchtigung in der Gestaltung der Beziehung.
  • Sie bestärken die begleitete Person darin, ihre Bedürfnisse einzubringen und so die Teilhabe zu erhöhen.
  • Grundlagen und agogische Prozessgestaltung
  • Herausfordernde Situationen bewältigen
  • Das Arbeiten in interdisziplinären Unterstützungssystemen
  • Angehörigenarbeit und Beziehungsgestaltung
  • Lebensqualität und Teilhabe im institutionellen Umfeld

Zur eidgenössischen Berufsprüfung wird zugelassen, wer zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung

  • ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Fachfrau / Fachmann Betreuung oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt;

    oder

  • ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Fachfrau / Fachmann Gesundheit oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt sowie über Leistungsnachweise in den Bereichen „Begleiten und Betreuen“, „Animation“ und „Entwicklung: Fördern und Erhalten“ verfügt;

    sowie

  • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen zu einem Pensum von mindestens 80% nachweist (nach Abschluss des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses als Fachfrau / Fachmann Betreuung bzw. als Fachfrau / Fachmann Gesundheit). Kleinere Teilzeitpensen müssen dem Äquivalent von mindestens 24 Monate mal 80% entsprechen;

    und

  • einen gültigen Nachweis erbringt, dass in medizinischen Notfallsituationen kompetent erste Hilfe geleistet werden kann;

    und

  • einen aktuellen Nachweis erbringt, dass keine mit dem Berufsbild der Berufsprüfung unvereinbaren Strafregistereinträge vorliegen.

Der Vorbereitungslehrgang bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in einer konstanten Kursgruppe mit den Lerninhalten auseinanderzusetzen. Die persönliche Entwicklung wird so auch im Spiegel der Kursgruppe und der Kursleitungen reflektiert und erweitert.
Der Entwicklungsprozess der Kursgruppe ist Erfahrungsgrundlage für Fallbeispiele und Praxissituationen und wird zum Lernen genutzt.
Der Vorbereitungslehrgang dauert etwas mehr als ein Jahr und umfasst insgesamt 25 Unterrichtstage. Er gliedert sich in fünf thematische Blöcke und ist in zehn Unterrichtseinheiten à je 2–3 Tage gegliedert. Ein Unterrichtstag besteht aus acht Kontaktlektionen à 45 Minuten, bzw. sechs Stunden.
Sie absolvieren insgesamt drei Kompetenznachweise, welche sich an den Anforderungen der Berufsprüfung orientieren und trainieren die entsprechenden Fähigkeiten.

Der Vorbereitungslehrgang ist kompetenzorientiert strukturiert. Das bedeutet, dass dem Trainieren, Anwenden und dem Transfer in die Praxis eine hohe Bedeutung zukommt.
Die Teilnehmenden erarbeiten ihre Grundlagenkenntnisse im Selbststudium. Auf der Lernplattform Moodle finden sie Grundlagenlektüre, Artikel, Podcasts, Videos und Online-Lernsequenzen etc.
Anhand von Beispielen, eigenen Praxiserfahrungen, Training und Anwendungen wird das erarbeitete Wissen vertieft und die entsprechenden Methoden und Techniken gefestigt. In regelmässigen Reflexionssequenzen wird der Transfer in die Praxis sichergestellt. In einzelnen Lerneinheiten ist eine Intervision/kollegiale Beratung eingeplant, in denen die Teilnehmenden konkrete Fallbeispiele aus der Praxis diskutieren.
In Abständen erhalten die Teilnehmenden einen Transferauftrag, der die Umsetzung des Gelernten in der Praxis und die Reflexion der damit gemachten Erfahrungen beinhaltet.
Sie bereiten sich auf die Anforderungen der Kompetenznachweise und die eidgenössische Berufsprüfung vor.

Die Kosten für den Pilot-Lehrgang betragen CHF 7‘200.- und für Agogis-/INSOS-Mitglieder CHF 6‘500.-.

Sie schliessen mit einem Branchenzertifikat Agogis/INSOS ab und absolvieren insgesamt drei Kompetenznachweise, welche sich an den Anforderungen der Berufsprüfung orientieren.

Daten und Anmeldung

Der Pilot-Lehrgang mit Start im Januar 2018 ist ausgebucht. Informationen zu einem zweiten Lehrgang folgen. Sie können sich auf die Warteliste setzen lassen.

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Kursdaten

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