Von Präsidenten und Steinböcken

Agogis begrüsst ihren neuen Präsidenten Ruedi Haltiner, der an der Agogis Delegiertenversammlung vom 24. Mai 2018 gewählt wurde.


Wie und mit welchen Gefühlen übernehmen Sie Agogis als neuer Präsident?
Agogis hat klare Strukturen, eine starke Geschäftsleitung und hervorragendes Personal. Der Vorstand nimmt seine Verantwortung konsequent wahr. Agogis steht vor neuen Herausforderungen. Diese anzupacken wird mir gemeinsam mit dem Vorstand und der Geschäftsleitung eine Freude sein.

Was haben Sie als neuer Präsident mit Agogis vor?
Agogis gilt als gemeinnützige Institution. Damit fällt ein wirtschaftlicher Konkurrenzkampf oder gar eine Monopolstellung zum Zwecke der Gewinnerzielung weg. Was aber nicht wegfällt, ist eine effiziente und exzellente Leistungserbringung. Im Falle von Agogis heisst das hervorragende Unterrichtsqualität in einem lernfördernden, modernen Ambiente. Es ist die Aufgabe des Vorstands – und nicht des Präsidenten allein – die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

Worauf freuen Sie sich als neuer Präsident von Agogis besonders?
Auf die Zusammenarbeit mit einem motivierten Vorstand und einer unternehmerisch denkenden Geschäftsleitung. Unternehmerisch bedeutet in diesem Zusammenhang: Mit zweckmässigen Planungs- und Entscheidungsinstrumenten mutig und verantwortungsvoll Markt-und Kapitalrisiken einzugehen.

Wir haben gehört, dass Sie als neuer Präsident von Agogis, einer Bildungsanbieterin, selber auch noch studieren. Was für ein Vorbild für die Studierenden von Agogis! Welches Thema hat Ihre Bachelorarbeit?
Ich studiere seit viereinhalb Jahren an der Fernuni Schweiz die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Moment schreibe ich an meiner Bachelorarbeit mit kulturhistorischem Inhalt. Ihr Titel lautet: Steinböcke, Männer und Imaginationen. Dabei werden die Ursprünge der Vorstellungen, die man sich von den Alpentieren – im Speziellen des Steinbocks – machte, untersucht. Eine Feststellung konnte ich bereits machen: Es waren ausschliesslich grosse, stattliche Männer mit langen Bärten – so stolz wie Steinböcke – die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den seit 300 Jahren ausgestorbenen Steinbock wieder in der Schweiz ansiedelten.


Wir bedanken uns für das Interview und wünschen Ruedi Haltiner einen guten Start und viel Erfolg in seinem neuen Amt.